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Album: Steve Aoki – Neon Future I

Vor gut einem Monat hat Steve Aoki sein neues Album »Neon Future I« veröffentlicht, das jetzt endlich auch in Deutschland erhältlich ist. Uns hat der liebe Herr Aoki sein neues Werk persönlich vorbeigebracht, und auf der Autofahrt von Köln nach Berlin hatten wir dann genug Zeit das gute Stück in Dauerschleife zu hören.

Vom Wrestler-Sohn zum EDM-Superstar

Steven Hiroyuki Aoki wurde 1974 in Miami, Florida geboren, als Sohn des bekannten Wrestlers Rocky Aoki und ist seit Mitte der 1990er als professioneller DJ an der US-amerikanischen Ostküste unterwegs und mittlerweile einer der 5 bestbezahltesten DJs der Welt. Dass der junge Mann nebenbei noch zwei BAs in den Fächern Feministische Theorie und Soziologie an der University of California abgeschlossen hat, wird dabei häufig vergessen – ist aber wahr.

Nun hat der langhaarige Intelektuelle sein drittes Studioalbum veröffentlicht und es gab einige Zweifel, ob die Rampensau Steve Aoki – dessen Musik man am Besten live mit Torte im Gesicht genießt – es schafft seiner Bühnenpräsenz gerecht zu werden. Ehrliche Antwort: Ja und Nein!

Wer ein anspruchsvolles Album erwartet hat, das die elektronische Musik neu definiert, wie es Daft Punk mit »Homework« gelungen ist, der wird natürlich enttäuscht sein. Steve Aoki geht keine neuen Wege (Aber eventuell in naher Zukunft?), er besinnt sich auf sein Können und das ist auch absolut nachvollziehbar. Seine Fans wollen EDM – nicht mehr und nicht weniger. Und genau diese Käufer werden ihre Freude an »Neon Future I« haben.

Das Album: »Neon Future I«

Zieht man das Intro und Outro der Platte ab, bleiben 8 mehr oder weniger richtig gute progressive Big-Room-Anthems. Besonders hervorzuheben: »Free The Madness« mit Machine Gun Kelly. Hier wird das unterschätzte Talent von Steve Aoki verschiedene Genres miteinander zu vermischen besonders deutlich. Dazu gibt es die bekannte Produktion »Boneless« featuring Chris Lake und Tujamo, die zweifelslos brilliant ist – auch wenn in diesem Fall die übliche Kommerzialisierung durch Vocals von Kid Ink überflüssig ist. Unser absoluter Favorit? »Afroki« mit Afrojack und der bezaubernden Bonnie McKee.

Fazit

Für wen ist »Neon Future I« nun also ein Kauftipp? Für alle Freunde von partytauglicher Musik mit Bass und Kick. Ein kurzweiliges Album, das uns auf jeden Fall die lange Autofahrt nach Berlin verkürzt hat und Lust auf lange Nächte macht.

 

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